Die Novelle des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) verschärft die Vorgabe, energetisch schwache kommunale Gebäude prioritär zu sanieren. Für 2026 rechnet das KfW-Kommunalpanel mit rund 50 Milliarden Euro Planungsausgaben, wobei nur zwei Drittel in die Realisierung fließen. PLAN4 Software GmbH bietet mit dem Tool GebäudeCheck eine Plattform, die sämtliche Energie-, CO?- und Zustandsdaten zusammenführt. Dies schafft eine belastbare Datengrundlage für kurzfristige, budgetgerechte und wirkungsorientierte Sanierungsplanungen.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Nur zwei Drittel der geplanten Sanierungsausgaben 2026 werden realisiert
Im Herbst 2026 gingen mehrere Millionen Bürger zur Kommunalwahl, zeitgleich verpflichtet seit Juli das novellierte Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) die Kommunen, energetische Sanierungen primär an den ineffizientesten Gebäuden durchzuführen. Nach Angaben des aktuellen KfW-Kommunalpanels belaufen sich die geplanten Sachinvestitionen auf rund 50 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 14,8 Prozent gegenüber 2025 entspricht. Dennoch werden lediglich zwei Drittel dieser Mittel ausgezahlt, da laut Thorsten Harig (PLAN4 Software GmbH) valide Gebäudedaten fehlen.
Isolierte Planungsansätze führen zu unsicheren Kostenprognosen und dauerhaften Investitionsblockaden
Im Rahmen kommunaler Sanierungsplanungen mangelt es oftmals an einer vollständigen Erfassung der Liegenschaften, während die Ermittlung des baulichen Zustands an unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben scheitert. Einzelmaßnahmen werden unabhängig voneinander konzipiert, ohne eine übergreifende Strategie zu berücksichtigen. Aus diesem Grund entstehen im Haushaltsentwurf weder belastbare Kostenkalkulationen noch klare Prioritätslisten. Entscheidungen erfolgen daher auf Basis von Schätzungen statt fundierter Daten, was den Rückstau energetischer Modernisierungen weiter verschärft und zu weiterem Zeit und Ressourcendruck führt.
Schrittweise Sanierungsvorbereitung: Bedarf analysieren, Dringlichkeit festlegen und Umsetzbarkeit sichern
Effiziente Planungen für kommunale Sanierungen beruhen auf drei klar definierten Schritten: Erste Aufgabe ist die vollständige Ermittlung aller Instandsetzungs- und Energiesanierungsbedarfe an den relevanten Liegenschaften. Danach werden sämtliche vorgeschlagenen Maßnahmen nach Kriterien wie Dringlichkeit, CO?-Einsparung und baulicher Integrität sortiert. Im letzten Schritt kontrollieren Verantwortliche, welche Vorhaben innerhalb der bestehenden Haushaltsmittel, Zeitfenster und Planungsbereiche realisiert werden können. Harig unterstreicht die Bedeutung der Übersetzung in priorisierte Projekte.
Kommunale Investitionen effektiv gestalten durch nachvollziehbare Priorisierungskriterien und Daten
Statt kurzfristig auf politischen oder medialen Druck zu reagieren, sollten Städte und Gemeinden nachvollziehbare Kriterien zur Projektpriorisierung anwenden. Entscheidend sind dabei die bauliche Dringlichkeit, mögliche Sicherheitsrisiken und das Energie- beziehungsweise CO?-Einsparpotenzial der betroffenen Gebäude. Diese systematische Vorgehensweise ermöglicht rationale, auf belastbaren Daten beruhende Entscheidungen und maximiert die Effizienz der Investitionen, während sichergestellt wird, dass Projekte nicht allein aus opportunistischen oder symbolpolitischen Motiven ausgewählt werden.
Datenlücke hemmt aktuell kommunale Sanierungsplanung und erzeugt erhebliche Unsicherheit
Seit Einführung des novellierten GModG im Juli 2026 besteht für Kommunen eine Pflicht, zuerst energetisch ineffiziente Gebäude zu modernisieren. In vielen Verwaltungsbehörden fehlen jedoch belastbare Informationen über Effizienzstufen und bauliche Zustände der öffentlichen Liegenschaften. Diese lückenhafte Datengrundlage führt zu Unsicherheit bei kommunalen Entscheidungsträgern und verzögert die Erstellung fundierter Sanierungspläne. Ohne einheitliche Erfassung protokollierter Energie- und Zustandsdaten kann die gesetzlich geforderte Priorisierung nicht fristgerecht umgesetzt werden und blockiert rechtzeitige Haushaltsentscheidungen nachhaltig.
GebäudeCheck visualisiert Effizienzklassen und Bauteilzustände für effektive kommunenspezifische Priorisierung
PLAN4s GebäudeCheck konsolidiert sämtliche Zustands-, Energie- und CO?-Daten aller kommunalen Objekte in einer zentralen Datenbank. Sanierungsbedarfe werden automatisch analysiert, Investitions- und Emissionspotenziale quantifiziert und mit Effizienzklassen versehen. Bauteilzustände erscheinen übersichtlich in Berichten, die anschließend nach GModG-Kriterien sortiert werden. Entscheidungsträger erhalten so belastbare Informationen zur Priorisierung und Budgetierung von Projekten und können Haushaltsmittel zielgerichtet und nachvollziehbar einsetzen.
Mit GebäudeCheck Datenbasis schaffen, politische Entscheidungen klar begründen können
Mit GebäudeCheck erhalten Städte und Gemeinden ein datenbasiertes Tool zur Unterstützung ihres Haushaltsplans für Sanierungen. Das System ersetzt nicht den politischen Willensbildungsprozess, sondern liefert konsolidierte Informationen zu Zustand, Energiebedarf und CO?-Einsparpotenzial einzelner Gebäude. Thorsten Harig macht deutlich, dass politische Gremien nicht selbst in alle technischen Details eintauchen müssen, aber transparent darlegen sollten, weshalb sie gewisse Objekte vorziehen. Auf dieser Grundlage können Mandatsträger Investitionen termingerecht und zielgerichtet durchführen.
PLAN4s GebäudeCheck stellt eine zentrale Plattform bereit, um Energieverbrauchsdaten, Zustandsbewertungen und CO2-Potenziale unterschiedlicher Liegenschaften zu erfassen, auszuwerten und zu visualisieren. Über ein Ampelsystem und Priorisierungsalgorithmen werden kommunale Sanierungsvorhaben nach Dringlichkeit, Kostenrahmen und mittelfristiger Planung sortiert. Verantwortliche Beamte erhalten so schnell belastbare Projektlisten, die Budgetplanung vereinfachen, GModG-Konformität sicherstellen und eine effektive Reduzierung des Sanierungsrückstands gewährleisten. Gleichzeitig steigen Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Verwaltung, wodurch politische Entscheidungsprozesse nachhaltiger und nachvollziehbarer umgesetzt werden können.

