Das Klinikum Glauchau hat seine IT-Infrastruktur um die NEXUS-ENTERPRISE-IMAGING-Plattform erweitert, um die Archivierung und Verwaltung medizinischer Dokumente zu optimieren. Das VNA fungiert als zentrale Datendrehscheibe, während das neu integrierte PACS den direkten Zugriff auf Diagnostikbilder ermöglicht. Geplant ist der Rollout eines Patientenportals auf Basis NEXUS. PORTAL, dessen Förderung durch das KHZG die medienbruchfreie Vernetzung und rechtssichere Bereitstellung von Akten-, Bild- und Multimediainhalten für Patienten und medizinisches Personal garantiert.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Papierloses Archiv, zentrale Bildverwaltung durch NEXUS VNA und PACS
Bis 2020 führte das Klinikum eine papierbasierte Archivierung ohne einheitliche digitale Infrastruktur, was angesichts strengerer Datenschutz- und Dokumentationsvorgaben immer unzureichender wurde. Deshalb beschloss man, eine rechtskonforme Universalplattform zu etablieren, die alle medizinischen Daten zentral verwaltet und nach IT-Sicherheitsrichtlinien schützt. 2021 startete die öffentliche Ausschreibung für NEXUS ENTERPRISE IMAGING VNA, im Jahr darauf begann die Implementierung vor Ort. Zu Jahresbeginn 2024 folgte der Ausbau um ein vollintegriertes PACS-Modul mit umfassenden Supportprozessen.
Gemeinsames System für Bilddaten und Dokumente ohne redundante Speicher
Aufgrund identischer Zielgruppen, Workflow-Anforderungen und Fortbildungsbedarfe wurden VNA und PACS parallel implementiert. Dies erlaubte eine koordinierte Schulungsorganisation und einen zeitgleichen Roll-out, wodurch die Projektressourcen effizient genutzt werden konnten. Dank der vorhandenen NEXUS Clinical Repository-Infrastruktur ließ sich das PACS ohne zusätzliche Datenbankinstallationen oder redundante Speicherlösungen anbinden. Aktuell befinden sich sämtliche radiologischen Bilder und klinischen Dokumente in einer einheitlichen Plattform, was Transparenz, Wartbarkeit, Performanz der Datenbereitstellung deutlich steigert und Skalierbarkeit erhöht.
Herausforderung interne Planung: digitale Aktenstrategie, Archivierung und effiziente Schnittstellenintegration
Die größte Herausforderung lag weniger in der Technik als in der umfangreichen Abstimmung zahlreicher interner Stellen. Ein völlig neues Konzept für elektronische Akten war zu entwickeln. Zugleich mussten die genauen Archivierungsinhalte spezifiziert werden. Mehrere Fachabteilungen, die bislang auf Papier basierten, sollten aktiv engagiert in die Abläufe eingebunden werden. Gerade parallel war eine nachhaltige Strategie für Speicher- und Infrastrukturressourcen auszuarbeiten. Gleichzeitig erforderte die Implementierung stabiler Schnittstellen eine koordinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Organisation geklärt: Repository jetzt integriert in diverse klinische Dokumentationsquellen
Im Anschluss an die Definition organisatorischer Rahmenbedingungen erfolgte die umfassende Integration des Repositories in verschiedene klinische Subsysteme. Dazu zählen EKG-Erfassungssysteme, die Befundsoftware der NEXUS E&L-Tochter, spezialisierte Anwendungen der Augenklinik sowie diverse weitere Dokumentationssysteme. Durch konsistente Fremdaufrufe können alle externen Systeme direkt auf das zentrale Archiv zugreifen. Diese durchgängige Vernetzung optimiert den Datentransfer zwischen Fachabteilungen, erhöht die Verlässlichkeit gespeicherter Informationen und verbessert die klinische Zusammenarbeit erheblich und unterstützt signifikant effiziente Prozessabläufe.
Schnelle Einarbeitung durch vertraute Oberfläche im integrierten bestehenden Repository-PACS
In der Anfangsphase nutzte das Klinikum ein einfaches webbasiertes PACS, das isoliert von anderen Systemen agierte. Mit Einführung der integrierten Plattform sind Arbeitsprozesse in der Radiologie jetzt standardisiert und effizient verzahnt. Die Anwender profitieren von einer einheitlichen Benutzeroberfläche, die bereits bekannt war. Das System unterstützt OP- und Prothesenplanung, radiologische Befundung sowie CD-basierte Bildimporte und garantiert einen geschützten Austausch mit externen Kliniken durch moderne Verschlüsselungs- und Authentifizierungsmechanismen. Dieser nahtlose Datentransfer erhöht die Effizienz spürbar.
Projektanalyse 2025: Erhebliche Zielerreichung bestätigt und deutliche Prozessoptimierungen sichtbar
Zentrales Archiv dient als Backup bei KIS-Ausfall und Notbetrieb
- Das elektronische Archiv sichert Arbeitsabläufe und schützt vor KIS-Ausfallrisiken zuverlässig ab
- Mitarbeiter greifen jederzeit und ortsunabhängig auf umfassende Patientendaten und Dokumente zu
- Zuverlässige Datenübermittlung verbessert Kooperation intern und extern
- Hochperformantes System liefert unterbrechungsfreie Dienste bei Last
- Durch intensive Schulungsmaßnahmen und Beteiligung entsteht durchgängig positive Nutzerresonanz
Direkter Dokumentenabruf, digitale Patientenakten, automatisiertes Scanning durch NEXUS PORTAL
Sowohl Patientenakten als auch historische Dokumente werden künftig über das erweiterte NEXUS/PORTAL digital abgebildet und stehen unmittelbar im klinischen Arbeitsumfeld zur Verfügung mit rollenbasierter Zugriffskontrolle und Einhaltung der Datenschutzvorgaben. Das Projekt integriert automatisierte Erfassungsprozesse für Papierunterlagen und migrierte Altdaten in das Repository. Zusätzlich sind modulare Viewer-Tools und Analysefunktionen vorgesehen, um strukturierte Einblicke in relevante Informationen zu ermöglichen. Ziel ist die Einbettung in das bestehende KIS, sodass Anwender ohne Medienwechsel arbeiten.
Durchgängige Plattform erhöht Effektivität, Sicherheit und Nutzerzufriedenheit im Klinikum
Mit der Integration von VNA, PACS und einem bevorstehenden Patientenportal hat das Klinikum eine einheitliche Datenplattform geschaffen. Alle Aufnahmen, Befunde und Dokumente lassen sich zentral verwalten und in Echtzeit zwischen Fachabteilungen sowie externen Partnern austauschen. Die durchgängige Systemlandschaft gewährleistet höchste Datenschutz- und Sicherheitsstandards, verbessert die Prozesssicherheit und reduziert redundante Verwaltungsschritte. Gleichzeitig erhöht sie die Nutzerfreundlichkeit für Ärzte, Pfleger und Patienten und stellt eine zukunftsfähige Grundlage für die Digitalisierungsinitiative dar.

