In einem Pilotprojekt im Hermes Fulfilment Logistikzentrum in Löhne wird der Robotic Coordination Layer von Reply [EXM, STAR: REY], Otto Group und NVIDIA erprobt. Der virtuelle digitale Zwilling simuliert Arbeitsprozesse, testet unterschiedliche Flottenkonfigurationen und analysiert Engpässe in Echtzeit. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als Proof of Concept für zukünftige Standorte, ermöglichen eine datenbasierte Roll-out-Strategie und helfen, Lieferzeiten zu verkürzen sowie Servicequalität und Automatisierungsgrad nachhaltig zu steigern. und Kosten effizient zu steuern.
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3D-Sensorik und Kameratechnik liefern hochpräzise Daten für digitalen Lagerzwilling
In enger Kooperation haben die Otto Group, NVIDIA und Roboverse Reply einen digitalen Zwilling realisiert, der sämtliche Lagerbereiche und die genauen Abläufe der Roboterbewegungen als detailgetreues 3D-Modell darstellt. Diese umfassende Datenbasis erlaubt eine tiefgreifende Analyse der Prozessschritte und eine kontinuierliche Verbesserung von Abläufen. Das auf diesem Modell aufbauende KI-gesteuerte Steuerungssystem unterstützt eine adaptive Orchestrierung der Robotereinheiten und trägt zur signifikanten Effizienzsteigerung im Logistikbetrieb bei. Damit lassen sich Lieferzeiten deutlich verkürzen.
Zentralisierte Steuerung aller Roboterflotten reduziert Komplexität und senkt Betriebskosten
Die Otto Group one.o hat mit dem Robotic Coordination Layer eine Plattform geschaffen, welche den digitalen Zwilling mit Flottenmanagement und WMS verknüpft. In einer Visualisierungsumgebung erhalten Betreiber Einblick in alle Robotereinheiten, deren Funktionen und Betriebszustände. Bevor Änderungen im Lager real vorgenommen werden, können neue Layouts getestet und optimiert werden. So werden Wartungsfenster, Umrüstzeiten und Produktionsunterbrechungen drastisch verringert und gleichzeitig die Gesamtbetriebseffizienz spürbar gesteigert. Die Lösung planbar, skalierbar und kostensparend ausgelegt.
Präzise Kameratechnik und Sensorik bilden Fundament für realitätsnahe 3D-Modelle
Mit Hilfe modernster Sensoren und hochauflösender Kameratechnik am Boston-Dynamics-Roboter Spot erstellt Roboverse Reply ein akkurates Abbild physischer Lagerumgebungen. Die gesammelten Daten werden einem mehrstufigen Post-Processing unterzogen, das sie in realistische 3D-Modelle überführt. Diese Modelle liefern Echtzeiteinblicke in Bewegungsmuster, räumliche Beziehungen und Interaktionen der Roboter. Auf dieser Basis lassen sich Simulationen durchführen, in denen Prozessabläufe analysiert, Engpässe erkannt und Automatisierungsstrategien zielgerichtet weiterentwickelt werden. Dadurch steigen Präzision, Sicherheit und Effizienz in Roboterkoordination.
Virtuelle Steuerungsumgebung reduziert Komplexität durch Echtzeitdaten und KI-Optimierung enorm
NVIDIA kombiniert Omniverse-Simulations-APIs mit seinem Isaac-Toolkit, um eine modulare, virtuelle Steuerungsinfrastruktur für Robotiksysteme bereitzustellen. Die Grafikprozessoren führen anspruchsvolle physikalische Berechnungen, wie dynamische Flächennavigation und Sensorkalibrierung, simultan durch. Die Umgebung verknüpft Echtzeittelemetrie mit KI-basierten Regelalgorithmen, wodurch adaptive Anpassungen automatisch umgesetzt werden. Diese flexible Architektur ermöglicht schnelles Prototyping, paralleles Training verschiedener Roboterplattformen und eine fundierte Validierung unter realitätsnahen Testbedingungen. Feinjustierung von Steuerparametern kann per Batch-Prozess erfolgen, während differenzielle Lernmodelle ständig optimiert werden.
Löhne Pilotprojekt bestätigt effiziente Automatisierung durch Robotic Coordination Layer
Das Pilotprojekt im Logistikzentrum von Hermes Fulfilment in Löhne fungiert als realitätsnaher Testmechanismus für die Einführung des Robotic Coordination Layers der Otto Group. Unter Live-Bedingungen werden Synchronisation, Reaktionszeiten und Auslastungsgrade verschiedener Roboterplattformen überprüft. Die gewonnenen statistischen Daten ermöglichen die Feinjustierung von Steuerungsparametern, während Erfahrungswerte hinsichtlich Wartung und Betriebskosten wichtige Erkenntnisse für die globale Skalierung und Netzwerkplanung liefern. Sie unterstützen iterative Verbesserungen der Systemarchitektur, optimieren kontinuierlich Ressourcenallokation und erfolgreich standardisieren Roll-outprozesse.
NVIDIA Omniverse und Isaac ermöglichen innovative Simulationen für Robotik-Orchestrierung
In der Einschätzung von Kai Uwe Ernst von Reply schafft der digitale Zwilling das Fundament, um Robotersysteme großflächig zu orchestrieren und flexibel anzupassen. Durch die Kombination von NVIDIAs leistungsfähiger Simulationsumgebung mit spezialisierter KI und umfassender Robotikkompetenz entsteht eine durchgängige Steuerungsarchitektur, die Echtzeit-Analysen, Prognosen und automatisierte Entscheidungen unterstützt. Kay Schiebur von der Otto Group betont, dass dieses Konzept eine verantwortungsbewusste, skalierbare Logistikautomation in Europa erlaubt und langfristig deutlich nachhaltig Wettbewerbsvorteile sichert.
Otto Group, Reply und NVIDIA präsentieren skalierbare, intelligente Roboterorchestrierungslösung
Im Robotic Coordination Layer treffen modernste Sensorik, Kameratechnik und KI-basierte Analysefunktionen aufeinander. Ein exakter digitaler Zwilling in Echtzeit bildet sämtliche Lager- und Roboteraktivitäten ab, sodass Entscheidungen automatisiert optimiert werden. Die zentrale Plattform orchestriert Flotten aus mobilen und stationären Robotern, verkürzt Durchlaufzeiten und minimiert Betriebskosten. Durch die Simulation neuer Layouts und Prozesse können Unternehmen flexibel auf wechselnde Anforderungen reagieren. Ergebnis ist eine skalierbare Basis für intelligente Logistikautomation.

